Am Donnerstag, 2. März 2017 fand in der BBS Handel die zweite Sitzung einer Kommission des Kultusministeriums zur „Wohnortnahen Beschulung“ statt. Die Interessen der Berufsschulehrer wurden von Heinz Ameskamp und Joachim Maiß vetreten. Die GEW und Kammern sowie Schulträgervertreter sind ebenfalls in dieser Expertengruppe beteiligt. Ziel der Expertenrunde ist es, eine Lösung für die vom Landesrechnungshof monierte Praxis der „Kleinen Klassen“, zu finden. Im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern, die feste Mindestgrößen vorgeben, gilt in Niedersachsen nach wie vor der Klassenbuldungserlass, der über seine Budgetierungskomponente auch Klassen mit weniger als 13 bzw. Sogar weniger als 7 Schülerinnen und Schülern zuläßt. Niedersachsen als Flächenstaat möchte an dieser Praxis festhalten, da sonst die Ausbildung in der Fläche gefährdet ist. Die Tatsache, dass es Bildungsangebote mit weniger als 13 bzw. 7 Schülerinnen und Schüler an benachbarten Schulstandorten gibt, signalisiert allerdings einen Handlungsbedarf. Am Beispiel der Rechtsanwalts- und Notarsfachangestellten und der Bauberufe wurde vom Ministerium eine detaillierte Darstellung von Bildungsangeboten mit geringen Schülerfrequenzen vorgestellt.

Die Diskussion über die Ergebnisse bewegte sich  zwischen der Argumentation, eigenständige Schulen regeln dies in ihrer Region und der Forderung der GEW, die für eine starke Verantwortung und Reglementierung durch Landesschulbehörde und Ministerium eintritt.

Insbesondere der Vertreter der Schulträger plädierte für eine dezidierte Einzelfallentscheidung vor Ort, denn nur dort sei die erforderliche Kompetenz für die jeweilige Region gegeben.

In der kommenden Sitzung im April geben Vertreter der Landesschulbehörde ein Beispiel für einen moderierten Prozess der Bildungsgangoptimierung an benachbarten Standorten unter Beteiligung  von Schulen, Schulträgern und Kammern. Zielsetzung ist die Beschulung in der Fläche zu sichern bei gleichzeitiger Minimieung der mehrfach vorhandenen  „notleidenden“ Bildungsangeboten in benachbarten Schulstandorten.

Als Zwischenfazit kann man feststellen:

„…entweder die Standorten lösen das Problem eigenständig oder die Lösung kommt von Oben.“

 

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