Frau Ministerin Heiligenstadt hat am Freitag, 25.11.2016 in einer Sitzung des Forums “ Eigenständige Schule“ die ersten Veränderungen in der Politik des Kultusministeriums vorgestellt, die aus der „Befindlichkeitsbefragung“ aus dem Sommer 2016 gezogen werden sollen. Vorweg sei festgestellt, bis auf ganz wenige Ausnahmen waren alle Verbände und Institutionen mit den Vorschlägen einverstanden. Es herrscht erstaunliche Einigkeit, dass etwas passieren muss und wird.

Das Forum „Eigenständige Schule“  Loccumef Hof 25.11.2016 gliederte sich in 3 Gliederungsebenen:

  • Externe Evaluation
  • Entlastung Schulleitungen und Kollegien
  • Beratung und Unterstützung

Frau Ministerin betonte erneut die Ernsthaftigkeit des Handelns des Ministeriums. Nicht erst seit Hatti wissen wir, dass es auf den Unterricht ankommt. Daher der besondere Fokus auf Unterricht.
Frau Ministerin dankte ausdrücklich allen  Lehrkräften und den Schulleitungen für die bisherige gute Arbeit an der Unterrichtsqualität.

Den wissenschaftlichen Auftakt der Veranstaltung  bildeten die Ergebnisse über eine vom MK beauftragen Studie zur Wirksamkeit der Schulinspektion und der Vergleichsarbeiten.

Vorweg und zusammfassend:

  • An der Studie waren keine Berufsbildenden Schulen beteiligt!
  • Weder Schulinspektion noch Vergleichsarbeiten haben einen signifikanten Einfluß auf die Unterrichtsqualität!
  • Die Stichprobe umfasste 100 Schulen und beruht auf 1575 Antworten
  • Schulinspektionen erzeugen u.a. eine „Anfangsbereitschaft“
  • Schulinspektionen sind in den Augen der Schulleitungen ein nützliches Instrument; in den Augen der LK „überflüssig …       PS… dass wussten wir auch vor der Untersuchung …
  • Die Zielsetzung der Vergleichsarbeiten und der Schulinspektion
    muss neu definiert werden

Weiteres Vorgehen

Wie kann man die Instrumente weiterentwickeln?

  • Aktuell geplante Inspektionstermine können in die Zukunft transferiert werden.
  • Inspektion wird „beliebiger“ und mehr von der Schule als „Wunschulverananstaltung“ angelegte, die der Schule auf ihrem Schulentwicklungsprozess helfen soll.
  • Schulentwicklungsziele werden von der Schule definiert
  • Feedback auf Aufenhöhe ( auch Schule an Evaluatoren-Team)
  • Vereinfachung bei den Vergleicharbeiten VERA
    • nur noch eine pro Schule
    • Zeitfenster statt Fixtermin
    • computerbased Testing für 60 Pilotschulen in NDS und ab 2018 für alle VERA im Sprachenbereich

Der kleine Bruder, die Beufliche Bildung kam wie immer zum Schluß und stark verkürzt zum Zuge. Schulinspektion und Zielvereinbarung sind hier die Reizworte. Zwar wird es Anpassungen geben, aber die Geundrichtung bleibt. Der Fokus muss mehr auf die Beteiligung der Basis gelegt werden. In der Augen der GEW, basierend auf den wenigen eigenen Ergebnisse der GEW Arbeitszeituntersuchung, ist die Stimmung im Kollegium schlecht und weder Schulinspektion noch Zielvereinbarung sind vom Kollegium akzeptiert. Dabei wird verkannt, dass durch die Teamstruktur eine viel stärkere Beteiligung der Kollegien in den Bildungsganggruppen sichergestellt wird. Die Wünsche, Notwendigkeiten und Erwartungen der Basis müssen und sollen die Grundlage für die Zielgespräche in der Beuflichen Bildung sein. Dies ist noch nicht überall angekommen. Hieran und vielleicht auch bei dem Begriff „Zielvereinbarung“.

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